Abschnitte

Position der TARTARUGA

bei Intermar ev

Position der TARTARUGA

bei Shiptrack.org

Position der TARTARUGA

bei findU.com

Position der TARTARUGA

bei Pangolin

Gästebuch

Törn-Anfrage

 

Aktuelles Logbuch

 
 

  Archiv

2016 Januar-März

2016 April-Juni

2016 Juli-September

2016 Oktober-Dez.

 

2015

2014

2013

2009 bis 2012

 
 

 

 

 

 

 

Archiv - Januar - März 2016
Sylvester 2015-2016          >Seitenanfang<

Für den Jahreswechsel hatten sich die Yachties aus der Savusavu Marina verabredet. Es waren viele gekommen und jeder hatte selbst zubereitete Leckerbissen mitgebracht. Es war eine fröhliche Gemeinschaft. Leider fing es dann in der Nacht an zu regnen und stürmen.

Gegen 22 Uhr bemerkten wir, dass der Katamaran „Optimist“ vom Hannes im Ankerfeld driftet. Er war an Bord und hatte es gemerkt. Er fuhr bei den Böen im Kreis und Heinz von der „YABYUM“ kam ihm per Dinghi zu Hilfe um vor Anker zu gehen. Anscheinend hatte seine Mooring mit 3 Helixanker den böigen Wind nicht widerstehen können.

Der Wind legte noch zu und auch wir machten uns auf, wieder zur Tartaruga zu kommen. Kaum auf dem Schiff, bemerkten wir auch, dass wir durch das Ankerfeld treiben. Leider war da ein anderes Schiff im Weg. Eine Kollision konnten wir nicht mehr vermeiden.

Zum Glück gab es nur wenige Schäden. Wir setzen einen Anker und machten uns mit dem anderen Schiff fest. So konnten wir zumindest noch ein paar Stunden schlafen.
Am 1. Januar bekamen wir von Heinz und Hannes Hilfe, um die Tartaruga und Galena zu entwirren.

Dann hieß es am 2. Jan. erstmal Abschied von Silvia zu nehmen. Sie flog für 2,5 Monate nach Österreich zu ihrer Mutter.
Januar-Februar 2016 - Cyclone "Winston"          >Seitenanfang<
Joachim blieb am Schiff, denn es gab viel zu tun und das Schiff allein lassen wollte er auch nicht. In den folgenden Wochen hat er den ausgebauten und komplett zerlegten Bb-Motor wieder zum laufen gebracht. Mit seinen polierten Ventilen und der neuen Ölpumpe schnurrte er wie neu.
Auch die Rammschäden aus der Sylvesternacht wurden beseitigt.
Währenddessen setzten die beiden fleißigen Yachties Hannes und Heinz neue Moorings, mit längeren und stärkeren Helixdübeln. Es war ja schließlich mitten in der Cylonsaison und alle Schiffe wollten einen sicheren Liegeplatz.
Auf Grund der Wettervorhersagen wussten wir alle, dass sich in den Solomonen ein Cyclone gebildet hatte. Sein Weg ging in Richtung Fiji. Allerdings lenkte er dann weit vor Fiji in Richtung Tonga. Er hatte dann bald die Klasse 2-3 erreicht und erhielt den Namen „Winston“.
Die Tonganer konnten einem Leid tun, denn er zog mitten über ihr Inselreich in Richtung Osten. Sie hatten sich gerade ein wenig erholt, als er seinen Weg um 180 Grad änderte und Tonga nochmals heimsuchte. Nun nahm er direkten Kurs auf Fiji und verstärkte sich noch.

Darüber hatten wir alle in Fiji keine Freude. Wir bereiteten uns vor, um diesen Sturm zu widerstehen. Er entwickelte sich zur Klasse 5 und seine Windgeschwindigkeiten wurden bis 320 km/h gemessen. Nach Vorhersage sollte er aber doch mehr das südliche Fiji treffen.

Trotzdem brachte ich zusätzlich zur neuen Mooring meine 3 Anker aus. Von Heinz lieh ich mir noch einen 4 Anker für mehr Sicherheit.

In den Vormittagsstunden am 19. Februar sollte Winston Fiji erreicht haben. Viele verließen am Vortag ihr Schiff, auch Heinz und Andrea von der YABYUM. Ich blieb an Bord.

Die Live-Wettervorhersage hatte ich am Laptop ständig im Blick. Leider kam es nicht so gut, denn „Winston“ wollte nicht nach Süden, er marschierte gerade auf Savusavu zu. Eine Möglichkeit zum ausreißen gab es nun nicht mehr.

Ab 9 Uhr stieg der Wind ganz schnell, in der geschützten Bucht, bis auf 70 kn (125 km/h). Ich startete zur weiteren Sicherheit die beiden Motoren um im Standgas die Anker und Mooring zu entlasten.

Am VHF-Funkgerät wurden immer mehr, fast panische Stimmen laut. Anscheinend erging es den Yachties in den beiden Marinas direkt vor der Ortschaft nicht besonders gut. Zu sehen war nichts. Die Sicht aus dem Fenster betrug wegen den Massen von Regen maximal 1 m.
 
Gegen Mittag fiel dann das Internet aus und ich konnte den genauen Weg von „Winston“ nicht mehr verfolgen.  Ca. 14 Uhr ließ dann der Wind stark nach, ging runter bis auf 25 kn. Nun war klar, dass wir im oder direkt am Auge des Cyclones lagen. Mir wurde es nun schon etwas mulmig, da nach dem „Auge“ der Wind noch stärker kommen sollte und aus einer Richtung, wo es viel freies Wasser gab. Somit wird sich noch eine gefährliche Welle bilden können. Hoffentlich halten die Anker das Schiff vom Land weg, das war meine größte Sorge.
 
Der Wind kam urplötzlich, stärker als zuvor und es bildete sich eine ca. 1,5 m hohe sehr steile Welle. Plötzlich bemerkte ich am Kartenplotter eine deutliche Drift von 80 m in Richtung Land. Nun aber schnell die Motoren auf Vollgas. Zum Glück stoppte die Drift ca. 3-4 m vor dem Ufer. Mindestens ein Anker hat ein unfreiwilliges „An Land Gehen“ verhindert.
 

Um 16 Uhr 30 beruhigte es sich etwas. Der Regen und Wind wurden weniger. Zeitweise konnte man das Ufer sehn und später auch die vielen Yachten, die von der Brandung am Ufer geschüttelt werden, oder gar auf dem Land oder Mangroven geworfen wurden.

Die Tartaruga hatte dem „Winston“ getrotzt und bis auf ein paar kaputte Leinen keinen Schaden erlitten.

Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Dinghi in Richtung Ort um mal zu sehen wie es dort den ca. 60 Schiffen ging. Leider waren nur noch ca. ein Dutzend Schiffe heil im Wasser. Alle anderen an Land oder gesunken. Die Schäden in der Stadt waren nicht allzu schlimm. Aber dennoch musste Fiji viele Tode beklagen.

Bei den Aufräumarbeiten zeigte sich, dass die Tartaruga durch den Haupt- und 3. Anker gehalten wurde. Zwei von 3 Helixdübel wurden aus dem Boden gezogen, am 3. brach die 35 mm starke Eisenstange. Heinz kam dann auch wieder zu Hilfe um die Anker zu bergen. Er ging mit seiner Tauchausrüstung runter und musste sie förmlich ausgraben.

Als dann endlich Mitte März Silvia wieder kam, war ich glücklich und vieles war schon wieder in Ordnung gebracht.

News:

Die NEWS werden ergänzt durch die Seite "Logbuch und Törnplan".

Route 2017/2018
New Caledonia bleibt unser Standort bis Mai 2018, weil es hier so schön und angenehm ist.




Mitsegler sind auf unserer Reise um die Welt willkommen.

 

www.tartaruga1.de