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Archiv von Okt. - Dez. 2016
Oktober 2016          >Seitenanfang<
Noumea – New Caledonia
Unsere Überfahrt von Vanuatu nach Neu Kaledonien gestaltet sich ganz easy. Bei wenig Wind müssen wir oft den Motor mitlaufen lassen, dafür verhält sich das Meer ganz ruhig. Quasi eine Spazierfahrt um unseren neuen Spi zu testen.
Das Einklarieren verläuft ganz entspannt. Ein Vertreter der Biosecurity kommt an Bord und wirft einen kurzen Blick auf die Vorräte im Kühlschrank. Joachims Knoblauch dürfen wir schälen und in Öl einlegen, die letzten Zitronen auspressen. Den verbleibenden Biomüll nimmt der Beamte mit.
Am nächsten Morgen besuchen wir die Büros von Zoll und Immigration. Wir erfahren dass EU-Bürger sich unbegrenzt lange in Neu Kaledonien aufhalten dürfen. Das Schiff allerdings maximal 12 Monate, dann muss es offiziell eingeführt und verzollt werden.
Die Marina Port Morselle ist immer ausgebucht, und die markierten Ankerfelder werden von lokalen Bojenliegern okkupiert. Nur am Rand finden wir Platz zum Ankern. Für das Dinghi müssen wir im Marinabüro eine Plakette kaufen. In der Gebühr von 4 Euro pro Tag sind Benutzung der Duschen, Müllentsorgung und WIFI inkludiert. Treffpunkt für alle Segler ist die Bar neben dem Dinghisteg. Der Name „Le Bout du monde“ bedeutet am Ende der Welt.
Noumea ist eine moderne Großstadt. Die Mehrheit der über 100.000 Einwohner sind Franzosen: ein Klein-Paris im Pazifik. Der Lebensstandard in Noumea ist hoch, die Waren sind entsprechend teuer. Jeden 1. Samstag im Monat werden auf dem zentralen „Place de Cocotiers“ Kunsthandwerke und landwirtschaftliche Produkte verkauft.
Das Museum von Neu Kaledonien informiert über Kunst und Tradition der Kanaken und auch über Kulturen auf den angrenzenden Inseln des Südpazifiks. Die gesammelten Objekte stammen von Vanuatu bis Neu Guinea. TAPA ist bemalte Rinde, sie findet als Wandschmuck oder für besondere Kleidung Verwendung.
Eine Insel wie aus dem Bilderbuch ist die Ilot Maitre. Hierher fahren täglich Ausflugs- und Taxiboote aus Noumea. Die knietiefe Lagune ist ein Traumrevier für Surfer und Kiter. Auf der Leeseite der Insel befinden sich die Bungalows des Hotels L`Escapade.
Davor hat die AGDR Marineparkverwaltung Bojen gesetzt. Daran können wir die TARTARUGA bequem festmachen. Eine Seeschlange untersucht neugierig den Eindringling in ihr Revier. Sehr zum Leidwesen von Joachim, der beim Reinigen des Unterwasserschiffs nicht auf Schlangenbesuch vorbereitet ist.
November 2016          >Seitenanfang<
Rund um Neukaledonien
Unsere Umrundung von „La Grand Terre“ startet mit Hindernissen. Zuerst muss Joachim eine leckende Einspritzleitung am BB Motor tauschen. Am nächsten Tag wird der STB Motor heiß, weil der Deckel vom Wasserausgleichbehälter undicht ist. Da muss Joe zeigen dass er auch bei Seegang hartlöten kann. Kopfüber arbeitet er im Motorraum und behebt auch dieses Problem.
 
Hoch auf den Maststufen halte ich Ausguck, als wir vorsichtig durch die seichte Passage im Süden der Insel Ouen manövrieren. Dann hatten wir angenehmes Butterfly-Segeln im herrlich türkisem Wasser der Lagune. Bei der Insel Mato liegen schon drei Schiffe im Schutz des Riffs vor Anker.
Der schöne Nordwind hat sich ausgeblasen, so müssen wir am nächsten Tag den Motor zuschalten Erst nach Sonnenuntergang erreichen wir unser Ziel, die Ile de Pin.
 
Am Morgen entdecken wir den km-langen Strand der Kuto Bay. Der feuchte Sand ist voll kleiner Muscheln. Werden sie von der Brandung frei gespült, buddeln sie sich in Sekundenschnelle wieder tiefer ein. Nur wenige Hotels gibt es auf dieser ehemaligen Sträflingsinsel.
 
Die 25 Bungalows des Ouré Tera Beach Resort verstecken sich hinter den alten Bäumen der Kanumera Bay. Vor dem feinen weißen Sandstrand glitzert das kristallklare Wasser von türkis bis blau.
Nicht nur das Eis im Cafe ist teuer, die Preise der Bungalows beginnen bei € 400 pro Nacht
.
www.tera.nc
Für Gäste mit nicht ganz so großen Brieftaschen empfiehlt sich das Kou-Bugny Hotel in der Kuto Bay.
www.kou-bugny.com
 
Der Wald an der Südküste überwuchert Gebäudereste des ehemaligen Militärlagers. Nur die an die Straße grenzende Außenmauer wird ausgebessert und instand gehalten. Ein gepflegter Fußgängerweg führt zum Fähranleger. Die Schnellfähren verbinden die Insel dreimal pro Woche mit Noumea.
Am Ende der Strasse wartet der Inselschrott auf sein Recycling. Mikrowellengeräte, Waschmaschinen, Kühlschränke, Monitore und TV-Geräte rosten vor sich hin. Beim Umrunden der Halbinsel bieten sich immer neue Ausblicke auf kleine Riffe und malerische Buchten. Der Pfad endet an einem zauberhaften Strand, den ich ganz für mich alleine habe.
 
Den neuen Spinacker können wir auf unserer Fahrt nach Port Boise setzen. Auch auf der Weiterfahrt entlang der Küste schiebt der Südost-wind von achtern. Bald erreichen wir die Bucht von Bouquet. An dem vom Inselführer empfohlenen Ankerplatz zerstören wir leider Geweihkorallen. Das bemerken wir aber erst frühmorgens, als der Meeresboden gut zu erkennen ist. Dort wo an Land eine kleine Kapelle steht sollte man nicht ankern.
 
Auf der kleinen Insel Nemou haben Fischer hinter dem Palmenstrand ein paar Hütten errichtet. Ein Schild weist Insel und Umgebung als Naturschutzgebiet aus. Harpunieren, Netzfischen und das Sammeln von Pflanzen und Muscheln ist streng verboten. Die Jagd auf Rousettes (Flughunde) ist mit schweren Strafen belegt. In der wolkenlosen Nacht blinken Leuchtfische mit den Sternen um die Wette. Es ist ein überaus interessantes Spiel: den Lichtstrahl der Taschenlampe kurz übers Wasser schwenken, und schon bekommt man zahlreiche leuchtende Antworten.
 
Die Gebirgskette an der Ostküste wird oft von Flussmündungen unterbrochen. Dort gibt es kleine Siedlungen, die über kilometerlange Staubstraßen (manche auch gar nicht) mit dem Hinterland verbunden sind. Der Nickel-Bergbau ist ein bedeutender Wirtschaftszweig in Neu Kaledonien. Vielerorts treffen wir auf Verladerampen für Frachter, und wegen der gewaltigen Staubentwicklung ankern wir immer ein paar Meilen davon entfernt.
Touho besitzt einen kleinen Sporthafen, in dem wir bequem unser Dinghi festmachen können. Ein kurzer Spaziergang führt uns in den Ort, vorbei an der Tauchschule, einem kleinen Lebensmittelgeschäft, Markthalle, Feuerwehr und Schule.
Markttage sind Mittwoch und Freitag, doch wir sind leider zu spät dran. Mit gepackten Taschen sitzen ein paar Frauen auf bereits an der Bushaltestelle.
Die Tankstelle führt neben Baumarktwaren auch Lebensmittel. Mit frischem Baguette und einer herrlichen Soursoap kehren wir auf die Tartaruga zurück.
 
Klaus nimmt vor der Einfahrt in die Bucht von Hienghene eine Regen-dusche. „La Poule Couveuse“- die brütende Henne wird der markante Fels genannt. Über einen Hügel wandern wir bis zu der kleinen Marina, welche gut geschützt im Fluss liegt. Die lokale Geschichte ist berühmt - berüchtigt wegen einer mörderischen Revolte im Jahr 1859. Heute sind Fremde willkommen, der Ort hat sich dem Tauch- und Öko-Tourismus verschrieben. www.hienghene-tourisme.nc
 
Das Gemeindeamt ist leider geschlossen, denn der 11.11. ist ein Feiertag zu Ehren der Gefallenen der beiden Weltkriege. So können wir das perfekt in die Landschaft integrierte moderne Gebäude nur von außen bewundern.
Die Nordspitze von „La Grande Terre“ umrunden wir mit unseren letzten Dieselvorräten. In Poum holen wir mit Kanistern Nachschub.
Dezember ist Mangozeit, und nachdem wir die Männer an der Anlegestelle mit Kavawurzeln beglückt haben, sammeln wir bei jedem Landgang die am Boden liegenden Früchte ein. Die verschiedenen leckeren Sorten werden mit dem Stab gemixt, ins Müsli gemischt und zu Marmelade verarbeitet. Es gibt Mango-Eis und Mango-Kuchen. Joachim setzt 40 Liter Mango-Maische zum Schnapsbrennen an.
Ein breiter Riffgürtel schützt die Westküste Neu Kaledoniens. Manche Abschnitte sind so flach dass wir mit dem Schiff aufs offene Meer ausweichen müssen. Tagwache ist vor Sonnenaufgang, um in der morgendlichen Flaute möglichst viele Meilen nach Süden voranzukommen. Bald hängt ein schöner Mahimahi an unserer Angel. Nach stundenlangem Häuten und Zerlegen füllen einige Kilo feinste Fischfilets die Tiefkühltruhe.
In der Bucht von Bourail wandern wir durch den Lehrpfad der Cycas, einer hier heimischen Palmenart. Anhalten und die Beschriftung der Bäume lesen ist wegen der Moskitoplage nicht möglich. Immer in Bewegung bleiben und fleißig rumwedeln, so bewältigen wir den Waldweg im Schnellschritt. Die vielen bunten Blumen und blühenden Bäume zwischen den Wochenendhäusern geben herrliche Fotomotive ab.
Am Ende des langen Sandstrands erhebt sich der „La Roche Percée“, der durchlöcherte Fels. Trotz Warnschild klettern wir zu der von der Brandung bizarr geformten Felsnadel, und werfen einen Blick auf die benachbarte Schildkrötenbucht. Malerisch von Pinien gesäumt macht sie einen ganz und gar ungefährlichen Eindruck, doch wegen der starken Gezeitenströmungen ist hier das Schwimmen verboten.
In der Nacht werden wir vom Schwell überrascht. Der macht unseren Ankerplatz so ungemütlich dass wir noch um Mitternacht Anker auf gehen und uns in tieferes Wasser verlegen.
In der Bucht von St Vincent findet man viele geschützte Ankerplätze, je nach Windrichtung kann man von Insel zu Insel wechseln. Die Weihnachtsfeiertage verbringen wir in der Baie Maa. Wir genießen das gesellige Beisammensein mit unseren neuen Freunden Christa und Richard auf der Motoryacht KARMA und Migdaly auf der Segelyacht COSA NOSTRA.
 
Um einen guten Ausblick auf die Feuerwerke zu haben verlegen wir uns vor Silvester in die Baie UERE im Süden von Noumea. Diese Idee hatten nicht nur wir, und so ist die Bucht ungewöhnlich voll mit Schiffen. Auch kleine Motorboote haben sich eingefunden deren Besatzungen am Strand campieren. Nach Mitternacht werden eifrig Raketen abgeschossen. Auch Joachim versucht den Himmel mit ein paar abgelaufenen Signalraketen zu erhellen. 2 bis 3 sind sogar noch funktionstüchtig. Nun wissen wir auch wie hell Bengalisches Feuer brennt.
 
Das von der Stadt Noumea veranstaltete Feuerwerk überrascht uns am 1.1. um 20 Uhr. Eine halbe Stunde lang werden auf der Ile Sainte-Marie nach einer ausgetüftelten Choreographie Raketen gezündet. Wir sind zwar 5 Meilen entfernt, genießen aber freien Blick auf das Spektakel.

News:

Die NEWS werden ergänzt durch die Seite "Logbuch und Törnplan".

Route 2017/2018
New Caledonia bleibt unser Standort bis Mai 2018, weil es hier so schön und angenehm ist.




Mitsegler sind auf unserer Reise um die Welt willkommen.

 

www.tartaruga1.de