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Archiv - Januar - März 2017
Januar 2017          >Seitenanfang<
Arbeiten auf der Werft in Nouville
Anfang Jänner verlässt uns Klaus um seine Rundreise in Australien anzutreten.
Der Travellift der Werft in Nouville kann Katamarane nur bei hohem Hochwasser aus dem Wasser heben. Wir buchen den nächsten möglichen Termin, und sind wieder mal froh dass unser Schiff so schlank ist. Wie in einen Handschuh passt die Tartaruga in die 6,25m breite Kranbucht. Nachdem das Schiff sicher aufgebockt neben großen Motorbooten an Land steht, stapfen wir los um Material zu besorgen. Praktischerweise sind die Marine Shops rund um das Werftgelände angesiedelt. Joachims Wahl fällt auf Jotun Seaquantum Antifouling. Wir bekommen Rabatt und den Hochdruckreiniger gratis einen halben Tag gestellt. Am Abend fällt Joachim von der ungewohnten Schwerarbeit erschöpft in die Koje.

Das schwarze Antifouling aus Papeete ist noch in gutem Zustand (Carboline 3000). Doch bei genauer Untersuchung entdecken wir etliche kleine Osmose-Blasen. Sie werden alle aufgeschnitten und angeschliffen, einige Stellen muss Joachim mit Fiberglasmatten ausbessern und neu spachteln.

Zu unserem Schrecken entdecken wir noch einen Folgeschaden aus Tahiti. Durch einen haarfeinen Riss ist Wasser ins Sandwich gelangt. Joachim hält die zu reparierende Fläche an der Außenseite möglichst klein und entfernt das feuchte Balsaholz indem er die Innenseite der Bugkabine aufschneidet.

Unsere Freunde Richard und Krista bringen ihren Heißluftfön vorbei. Damit lassen sich die 4 Jahre alten Klebestreifen am Wasserpass leichter entfernen. Im Marineshop sind neue PVC Klebebänder ungemein teuer, die Druckerei kann nur 2,50m lange Streifen liefern. Deshalb verzichten wir ganz auf die Schmuckbänder und streichen den Wasserpass mit „A4 Speed hard Antifouling“.

Die liebe Migdaly versorgt uns nicht nur regelmäßig mit frischem Baguette und Salat vom Markt, sie stellt uns auch ihre elektrische Spraygun zur Verfügung. Nachdem alle schadhaften Stellen ausgebessert und fein geschliffen sind können wir das Schiff waschen. Das Abkleben und die Vorbereitungsarbeiten fürs Lackieren dauern länger als geplant.

Den ganzen Tag beobachten wir sorgenvoll die dicken Wolken. Im Windschatten eines großen Pappkartons sprüht Joachim AWL Lack auf die vorbereiteten Flächen. Mehrmals umrunden wir das Schiff bis überall die gewünschte Schichtdicke erreicht ist. Der starke Wind hat auch sein Gutes, er lässt den Lack schneller trocknen und bläst die schwarzen Wolken weg.

Für den letzten Anstrich müssen wir noch 2x 5l Antifouling nachkaufen. Joachim mixt wieder blau und schwarz wodurch das Unterwasserschiff der Tartaruga ein schönes Dunkelblau erhält. An die Davids lassen wir eine Querstange aus Alu schweißen, das gibt dem Gestell der Solarpanele und den Davids mehr Stabilität. Die Rechnung der Werft bringt eine Überraschung. Der Preis für einen Tag an Land erhöht sich alle 2 Wochen um 30% - eine besondere Art von Arbeitsmotivation!

Februar 2017          >Seitenanfang<
Besuch von Regula

Ducos ist das Industriezentrum von Noumea. Bei unserem Einkaufsbummel von Baumarkt zu Baumarkt stoßen wir auf einen Schaumstoffhändler. Die Firma Calmousse hat auch „brettlharte“ Matratzen im Programm. Der Zuschnitt des ersten Schaumstoffs passt leider nicht, doch im zweiten Anlauf bekommen wir eine perfekte, drei Lagen starke neue Sitzunterlage für den Salon. Ein großes Dankeschön an Richard und Krista, die uns bei strömenden Regen in ihrem Stadtflitzer mehrmals transportiert haben. Wir probieren zum ersten Mal PITAYA, auch Drachenfrucht genannt. Sie werden anscheinend alle gleichzeitig reif, denn an jedem Marktstand gibt es die faust-großen und bis zu 1kg schweren Kakteenfrüchte. Kühlschrank-kalt genossen schmecken sie wunderbar erfrischend.

Anfang Februar bekommen wir Besuch aus der Schweiz. Regula gönnt sich eine lange Jobpause und beginnt ihre Weltreise in Neu Kaledonien. Unseren Ausflug mit dem Mietauto starten wir auf dem Ouen Toro, dem südlichen Aussichtspunkt von Noumea. Der Gipfel ist militärisches Sperrgebiet, doch schlängeln sich zahlreiche Wege um den Hügel, welche schon morgens von Joggern und Radfahrern eifrig frequentiert werden.

Wir verlassen Noumea und fahren in die Berge, Richtung Yaté. Bald ändert sich die Landschaft und wir befinden uns auf einem spärlich bewachsenen Hochland mit leuchtend roter Erde. Die Strasse folgt dem Ufer des Stausees, der die südliche Provinz mit Strom versorgt. 23 Wanderwege gibt es in der nahen Umgebung von Noumea. Zu jedem „Sentier“ bekommt man bei der Tourist Info ein Prospekt mit Beschreibung (km, Dauer, Steigung) und Übersichtskarte.

Manche Routen sind auch zum Mountainbike fahren geeignet. Der „Sentier des Agathis“ führt zu den „Chutes de Madeleine“. Bei diesen Wasserfällen wandern wir über den Naturlehrpfad und erfahren, dass hier seit prähistorischer Zeit Koniferen wachsen. Die Xanthostemon aurantiacus ist eine der vielen endemischen Pflanzen Neu Caledoniens. Sie wird bis zu 3m hoch. Ihre orange-gelben Blüten ziehen die Aufmerksamkeit jedes Besuchers an.

Ein gepflegter Wanderweg führt den Fluss entlang bis zum Campingplatz. Die Urlaubszeit ist vorbei und wir sind bis auf eine geführte Gruppe mit 5 Personen die einzigen Touristen. Die Zeltplätze sind geschickt in der Botanik versteckt und zu jedem gehört ein überdachter Grillplatz mit Tisch und Bänken. Wir essen unsere Jausenbrote am Steg nachdem wir uns im Flusswasser ausgiebig erfrischt haben. Auf der Heimfahrt halten wir am Brunnen des Mont Doré und füllen unsere Trinkflaschen mit kühlem Quellwasser. 

Das türkise Wasser vor der Ilot Maitre lädt zum schnorcheln ein. Am nächsten Tag segeln wir weiter zum 56m hohen Leuchtturm der Insel Amadée. Auch hier finden wir eine freie Nationalpark-Boje zum festmachen. Mehrmals täglich umrundet uns das Glasbottom-Boot.

Die Touristen der Kreuzfahrtschiffe besichtigen die Riffköpfe vorzugsweise ohne nass zu werden. Der Tagesausflug schlägt sich mit 15.000 XPF (125 EUR) zu Buche. Lunch und Folkloretänze sind inklusive. Wassersportgeräte ausleihen kostet extra. Rückfahrt nach Noumea ist um 16 Uhr. Bis zum nächsten Vormittag haben wir das Naturparadies Amadée dann wieder für uns alleine.

Der Aufstieg auf den 56m hohen Leuchtturm ist anstrengend. Die Luft ist heiß und stickig. Die enge Treppe ist mit einem Netz gesichert und es werden maximal 10 Personen zeitgleich eingelassen. So kommt es zu keinen Staus und man hat auf der Aussichtsplattform genügend Platz und Ruhe um tolle Fotos zu machen.

Der Turm wurde 1862 in Paris gebaut, und zerlegt nach Neu Kaledonien transportiert. Zusammen mit dem niedrigen Feuer am Westrand der Insel weist er Schiffen den sicheren Kurs durch den Pass Boulari. www.amadeeisland.com

Seeschlangen sind giftig, sie jagen im Wasser aber leben auch an Land. Sie sind zu klein um Menschen gefährlich zu werden, trotzdem muss man sie mit Respekt behandeln. Im Aquarium von Noumea kann man gefahrlos die Fische anschauen denen man in der freien Wildbahn lieber nicht begegnen will.

Mit frischem Obst und Gemüse beladen segeln wir nach Norden. Den Ankerplatz in der Baie Maa haben wir ganz für uns allein, nur eine Großfamilie macht ein Picknick am Strand. Regula erkundet die umliegenden Hügel während ich mit Joachim einen neuen seitlichen Regenschutz fürs Cockpit fabriziere.

Wir segeln täglich kurze Strecken von Bucht zu Bucht. Leider haben wir kein Anglerglück, so gibt es Mahi Mahi und Thunfisch nur aus der Tiefkühltruhe. Von Regula werden wir mit Schweizer Rösti verwöhnt. Lange Spaziergänge an Land und Baden am Strand lassen die Tage viel zu schnell vergehen. Bald müssen wir daran denken nach Noumea zurückzukehren.

Da der Wind im Laufe des Tages immer stärker aus Südost bläst müssen wir um 6 Uhr früh aufstehen um die Thermik zu nutzen. Außerdem ist das Meer morgens meist ruhig und das Schiff stampf nicht so gegen die Wellen an. Das Restaurant in der Kuendu Baie hat leider Mo und Die geschlossen, so muss das ersehnte „Glacé“ noch warten bis wir wieder in der Baie de Citron sind.

Eine Stunde motoren wir am nächsten Morgen und frühstücken gemütlich erst nach dem Ankermanöver. Nachdem wir das Sammeltaxi für den Flughafen reserviert haben lädt uns Regula in den Eissalon ein. Die Auswahl fällt Joachim schwer, denn viele Sorten lachen ihn verführerisch an. Ich lasse mir ein Mangosorbet schmecken.

März 2017          >Seitenanfang<

Eine Depression im Süden von Neu Kaledonien verursacht nördliche Winde. Das freut uns sehr, denn so können wir flott in die Prony Baie segeln. Der Wind dreht auf West und wir ankern in Buchten die bei der üblichen Passatwetterlage  ungemütlich wären. Neben uns liegt die SY AFIA aus Luxemburg mit Uwe und Beatrice an Bord. Solarpanele und Windrad liefern ausreichend Strom und ich kann ein paar Näharbeiten von meiner ToDo Liste erledigen.

Nach ein paar Tagen motoren wir langsam tiefer in das Tal. Bei 5m Wassertiefe werfen wir in der Flussmündung den Anker, doch er lässt sich schon im Standgas achteraus ohne nennenswerten Widerstand durch den feinen Schlamm ziehen. Eine Abzweigung zurück haben wir mehr Glück in der „Baie du Carenage“. In dem Hurrican-Hole liegen schon weitere 4 Boote vor Anker. Eine Amnel hat sich sogar eine große gelbe Boje mitten in die Bucht gesetzt. Ein Kleinbus parkt am Waldrand. Am Morgen ist er weg und abends kommt die Crew mit Einkäufen beladen zurück. Diese Segler scheinen die ganze Cyclon Saison hier zu verbringen.

Rund um die Prony Baie gibt es gut markierte Wanderwege. Als der Fluss zu flach wird, parken wir unser Dinghi und erreichen nach 20 Minuten Fußweg den im Reiseführer beschriebenem Swimmingpool. Das Wasser unter dem Wasserfall ist herrlich erfrischend und man schwimmt in einer natürlichen Gegenstromanlage. Einige Zeltplätze liegen versteckt zwischen den Bäumen. Auch ein Geländeauto steht neben der Strasse, zu sehen ist aber niemand.

An einem Bach in der Nähe unseres Ankerplatzes holen wir mit Kanistern Wasser für unsere Tanks. Die nächsten drei Tage hätten wir auch viel Regenwasser sammeln können. Jeden Tag gibt es „Avers orageux“, heftige Regenschauer mit Wind der böig über die Berge bläst. Das erzhaltige Erdreich färbt das Wasser schokoladebraun. Für unseren Geschmack ist dieses Hurrican-Hole zu ungemütlich.

Die Anse Majic macht ihrem Namen Ehre, wir haben diese zauberhafte Bucht ganz für uns allein. Die Nationalparkverwaltung hat hier Bojen ausgelegt, morgens werden wir von den Frühstücksrufen der Möwen geweckt. Ein steiler Weg führt auf den Hügel, wir genießen die wunderbare Aussicht über die Prony Baie. Bergab ist es stellenweise schlüpfrig vom letzten Regenguss. Das nächste Mal werden wir unsere Wanderschuhe nicht zu Hause lassen. 

Andreas unterbricht seine Australienreise für eine Woche Schönwettersegeln. Während über Brisbane eine tropische Depression zieht, genießen wir in NC Sonnenschein und leichte Winde. Die Osterferien haben noch nicht begonnen, und am Hotelpool der Insel Maître drängen sich nur die Möwen. Wir segeln von Insel zu Insel, schnorcheln mit Schildkröten, Haien und zahlreichen Fischen.

Andreas zieht sich mit dem Topclimber in den Mast und genießt die Aussicht auf die Lagune aus 15m Höhe. Wie so oft ist eine große Schildkröten nahe am Schiff. Abends haben wir abwechselnd Glück beim Rummy, Skip-Bo oder Scopa spielen.

Beim Landausflug pflückt Jo Kokosnüsse von einer Palme. Der Strand ist wunderbar und unsere Füße versinken im weichen Sand. Am Ende der Bucht überklettern wir einen kleinen Hügel und entdecken den nächsten unberührten Sandstrand. Die Tage vergehen viel zu schnell und wir müssen wieder nach Noumea zurück, wo Andreas vor seiner Weiterreise das Museum besucht.

Laut Vorhersage sollte eine Depression, von Vanuatu kommend, im Süden von Neu Kaledonien vorbeiziehen. Samstag hat sich die Situation geändert. Das Tief zieht nach Südwest und wächst sich zu einem Cyclon aus. Wir segeln rasch nach Norden. Von Richard haben wir die Beschreibung eines guten Verstecks in den Mangroven von La Foa erhalten.

News:

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Route 2017/2018
New Caledonia bleibt unser Standort bis Mai 2018, weil es hier so schön und angenehm ist.




Mitsegler sind auf unserer Reise um die Welt willkommen.

 

www.tartaruga1.de